Bukarest – Ein Reisebericht und die Tipps für eine Wochenendreise

Mit diesem Reisebericht über Bukarest starte ich die Reihe der Artikel zum Thema „Wochenendausflüge“. Die Stadt ist eine wunderbare Mischung verschiedener Stils der Architektur, Technik und Kulinarik.

Vorbereitungen

Bukarest ist die Hauptstadt von Rumänien und somit eine der Hauptstädte der Europäischen Union. Entsprechend einfach sind die Vorbereitungen, außer einer Reise-Kreditkarte braucht man nur seinen Ausweis und schon kann es losgehen.Reisebericht Bukarest

Anreise

Man kommt an in einem der beiden Flughäfen der Stadt. Bitte schenken Sie dem Umstand genug Achtung, wenn Sie Transfers bestellen oder die Abreise planen – die Stadt hat zwei Flughäfen. Flughafen Bukarest Henri Coandă (OTP) ist der größere der beiden und wird von den meisten großen europäischen Airlines angeflogen. Es besteht eine Bus-Verbindung zur Innenstadt, allerdings sind die Busse oft überfüllt und man braucht eine Fahrkarte, die man NICHT im Bus kaufen kann, sondern schon davor im Automaten erwerben muss. Dazu braucht man allerdings schon die rumänische Währung Leu, also vorher einen Geldautomaten aufsuchen. Mir war es für eine entspannte Ankunft zu viel der Sucherei, also entschied ich mich wieder mal für den Fahrdienst Blacklane (Gutschein!). Dank des Gutschens hat mich die Fahrt zur Unterkunft nur sagenhafte 19 Euro gekostet, was billiger ist als die normale Taxi-Fahrt. Wer trotzdem mit dem Bus fahren möchte (Kostenpunkt etwa 1 Euro pro Richtung), kann sich den Fahrplan dazu beim RATB abrufen. Ich wählte diesen Weg für meine Rückreise, da man in der Stadt genug Möglichkeiten hat die Fahrkarte zu kaufen und die nächste Haltestelle auszumachen.

Hotels in Bukarest sind zwar nicht sehr teuer, aber auch nicht billig. Sehr billig und gut sind dagegen die privaten Unterkünfte, die man über Airbnb oder Wimdu buchen kann. Ich gebe bewusst keine Empfehlung ab, da man bei so kurzen Reisen nichts falsch machen kann.

Vor Ort

Ist man gut angekommen, kann man sich auf ein entspanntes Wochenende gefasst machen. Denn Bukarest ist eine kompakte und sehr grüne Stadt mit freundlichen Leuten und moderaten Preisen.

Sehenswürdigkeiten

Das Parlamentspalast in Bukarest

Mein Favorit ist das Parlamentspalast. Die Perle der stalinistischen Bauweise ist eins der größten Gebäude der Welt mit Hunderten von Räumen, Dutzenden von Sälen und Tausenden von pompösen Kronleuchtern aus Kristallglas. Eintritt und Führungen müssen vorbestellt werden, leider wird das nicht entsprechend kommuniziert und so stehen viele Menschen enttäuscht vor dem Eingang. Sie als Leser von meinem Blog tun das bitte auf der offiziellen Website.

Ebenso interessant fand ich das Dorfmuseum „Dimitrie Gusti“. Mitten in Bukarest unter freiem Himmel in einem Park wurden Häuser verschiedener Epochen und Kulturkreise zusammengetragen, einige (wie das jüdische und da sächsische) können auch von innen bestaunt werden.

Bukarest: Dorfmuseum

Neben den beiden Hauptattraktionen fand ich die Spaziergänge durch die Innenstadt sehr faszinierend, da man überall eine Mischung der kommunistischen Vergangenheit und der Moderne sehr deutlich beobachten kann – ob an den Gebäuden, Straßenschildern oder den Menschen selbst. Nehmen auch Sie sich ruhig Zeit besonders bei schönem Wetter dafür. Für spezielle Interessen wie Klöster, Museen oder das Nachtleben bietet Tripadvisor genug.

Restaurants

Für meinen Eindruck bietet Bukarest mehr italienische Restaurants an als Rom. Legt man aber Wert darauf auch die einheimische Küche zu probieren, empfehle ich das sehr günstige La Ceaunu‘ Crapat, wo aus regionalen Produkten die einheimischen Gerichte zubereitet werden.

Bukarest: eine Suppe im Restaurant La Ceaunu’ Crapat

Fazit

Trotz (oder gerade wegen) der bewegenden Vergangenheit gehört Bukarest zu den interessantesten Metropolen Europas. Ob drei Tage mitten in der Stadt oder auch mal eine Woche inkl. Umgebung – jeder kommt auf seine Kosten.

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