Tagesausflug von Montago Bay nach Kingston

TAGESAUSFLUG VON MONTAGO BAY NACH KINGSTON

Dieser Artikel beschreibt meine Erfahrung beim (leider nicht ganz perfekten) Tagesausflug von Montego Bay nach Kingston (Jamaika), den ich auf Viator gebucht habe.

Buchung auf Viator

Ich habe die Angebote auf dem Viator und Getyourguide verglichen. Am besten hat mir die Beschreibung von einer Tour auf Viator gefallen, die zudem auch die günstigste war:

Viator Tagesausflug von Montego Bay nach Kingston

Bei der Buchung konnte ich aber keinen Abholort auswählen. Viator empfiehl dazu es nach der Buchung zu tun, was ich auch online tat. Danach hat es ganze drei Tage mit Telefonaten und E-Mails gedauert bis ich den Abholort und die Abholzeit erfahren konnte! Hier kann der Anbieter Jamaica Tours Ltd. noch besser werden.

Unterwegs nach Kingston und zurück

Ich war der erste Passagier im Bus und unterwegs nach Kingston sind wir noch in 3 anderen Hotels angehalten um auch dort die Gäste einzusammeln. Insgesamt waren wir 15 Passagiere + unsere liebeswerte Guide Rachel + unser Fahrer.

Unser Bus Jamaica Tours Ltd.

Der Bus war fast neu, die Klimaanlage hat gut funktioniert und der Fahrer brachte uns zuerst in den Osten an der Küste entlang:

Weg von Montego Bay nach Ocho Rios
Weg von Montego Bay nach Ocho Rios

Von Ocho Rios ging es auf der Autobahn über die Berge gen Süden fast bis zum Endziel: Kingston – Hauptstadt von Jamaika.

Autobahn von Ocho Rios nach Kingston

Insgesamt dauerte die Busfahrt von Montego Bay nach Kingston etwa 4 Stunden. Aber die Zeit verging wie im Flug, weil unsere Reiseführerin sehr viel über das Leben in Jamaika erzählt hat. Alle durften ihre Fragen stellen und so gab es ausführliche Informationen nicht nur zur Geschichte oder Politik des Landes, sondern auch über viele Berichte des alltäglichen Lebens wie Arztbesuche oder Schulgeld.

Der Weg zurück verlief in umgekehrter Reihenfolge und etwas scneller ab, weil wir eher auf die Autobahn gefahren sind. Insgesamt fand ich die Fahrten gut bis erträglich, aber für die lange Strecke kann der Veranstalter nichts.

Sehenswürdigkeiten in Kingston

Kingston ist keine typische Hauptstadt, die man in Karibik erwartet. Die meisten Gebäude sind nicht schön, die Stadt ist geprägt von Industrie und armen Leuten:

Kingston, Jamaika
Kingston, Jamaika
Kingston, Jamaika
Kingston, Jamaika

Es gibt aber auch Gebiete, wo Finanzinstitute und Konzerne ihre Zentralen haben, die anders aussehen:

Kingston, Jamaika
Kingston, Jamaika

Das alles sieht man unterwegs während der Bus seinen Weg zu den Beverly Hills von Kingston (ja, die Hügel heißen wirklich so) sucht, wo die Promis des Landes in großen Villen wohnen und über die Stadt blicken:

 Beverly Hills, Kingston, Jamaika
Beverly Hills, Kingston, Jamaika

Von dort fuhren wir an der Statue für Bob Marley vorbei, wo es nicht mal einen Stopp gab (was mir aber recht war):

Bob Marley Statue in Kingston, Jamaika
Bob Marley Statue in Kingston, Jamaika

Nach einer kurzen Mittagspause im Hinterhof von Devon House, fuhren wir am eigentlichen Devon House einfach vorbei:

Devon House, Kingston
Devon House, Kingston

Das fand ich recht enttäuschend, weil das Haus als einer der beiden Hauptpunkte der Reise angepriesen wird und eins der wenigen histroischen Gebäuden der Stadt überhaupt ist.

Im Innenhof von Devon House befinden sich mehrere Restaurants und Cafés. Landesweit bekannt ist das hiesige Eis-Café i-Scream. Ich habe in der Pause mir selbstverständlich ein Eis geholt, das zwar nicht schlecht war, das Café an sich aber eher enttäuschend wirkt – hier gibt es das Eis aus Plastikeimern, die in der Vitrine stehen und nicht mal Schildchen mit Geschmacksnamen haben. Man steht zuerst eine Schlange zur Kasse an und bezahlt dort, dann die zweite zur Eisausgabe. Für den Plastikbecher musste ich extra zahlen (zwei mal zur Kasse anstellen), einen Löffel dazu gab es nicht…

Devon House i-Scream: außen hui
Devon House i-Scream: außen hui
Devon House i-Scream
Devon House i-Scream: innen pfui

Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon etwa 7 Stunden unterwegs ohne wirklich eine Sehenswürdigkeit gesehen zu haben. Trotzdem fand ich den Tagesausflug auch bis zu diesem Teil interessant, weil ich viel von der Insel gesehen habe.

Bob Marley Haus in Kingston

Am Nachmittag kamen wir am eigentlichen Ziel der Reise an – dem Museum von Bob Marley in seinem früheren Haus und Studio, wo er mehrere Alben produziert hat:

Bob Marley Museum in Kingston
Bob Marley Museum in Kingston

Das ist nicht nur ein Museum für einen Nationalhelden. Nein, es ist eine Mischung aus einer Wallfahrtstätte, Museum, Kirche, Disney Land… Die Kameras sind strengstens untersagt, man darf nicht mal ein Mobiltelefon in der Hand halten, wenn man das Museum (nur in Begleitung eines Guides!) betritt.

Die Sammlung besteht hauptsächlich aus goldenen Schallplatten für seine Alben, paar Kleidungsstücke sind auch zu sehen. Sein Bett kann hinter einer Glaswand betrachtet werden. Alles erinnert mich etwas an sowjetische Museen, nur unser Museumsguide holt mich immer wieder in die Gegenwart zurück. Denn die Besucher dürfen die Ausstellung nicht nur bewundern, sie müssen auch mitsingen!

Am Ende der Tour gibt es einen Kurzfilm (35 Minuten!) über Bob, erst dann darf man in den Museumsshop, wo es alle möglichen Devotionalien von Bob Marley gibt… Insgesamt dauert die Tour durch das Museum fast zwei Stunden.

Tagesausflug von Montego Bay nach Kingston – mein Fazit

Ich bereue es nicht die Tour mitgemacht zu haben. Besonders sehenswert fand ich sie aber dennon nicht. Ich verbrachte etwa 10 Stunden in einem Bussitz, so etwas kann nicht jeder. Kingston ist aber auch eine Stadt, die nicht besonders gut für Spaziergänge geschaffen ist und überladen mit Sehenswürdigkeiten ist sie keinesfalls. Es kann durchaus sein, dass sie nur für meinen persönlichen Geschmack etwas zu sitzgebunden ist.

Mangels Alternativen buchte ich meine Tour über Viator. Wer in einem Hotel wohnt, sollte es besser aus anfangs beschriebenen Gründen über das eigene Hotel buchen und so den Abstimmungsbedarf mit der Agentur zu minimieren.

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